Über den Staatsbürgerschaftstest
Diese Seite bietet eine vollständige, sachliche Referenz zum österreichischen Staatsbürgerschaftstest: Rechtsgrundlagen, Aufbau, Prüfungsgebiete, Anmeldung, Bewertung, Sonderfälle, Vorbereitung, häufige Fragen sowie offizielle Quellen.
Rechtsgrundlagen & Zweck
Der österreichische Staatsbürgerschaftstest überprüft grundlegende Kenntnisse über die Republik Österreich, ihre Geschichte, ihre demokratische Ordnung sowie ihre zentralen Werte. Er ist gesetzlich im Staatsbürgerschaftsgesetz (StbG) und in der Staatsbürgerschaftsprüfungs-Verordnung (StbP-V) geregelt.
Ziel der Prüfung ist es sicherzustellen, dass Antragstellerinnen und Antragsteller über ein ausreichendes Verständnis der österreichischen Gesellschafts-, Rechts- und Staatsordnung verfügen. Das Bestehen gilt als Nachweis staatsbürgerlicher Integration.
Der Test wird bundesweit nach einheitlichen Grundsätzen durchgeführt, enthält jedoch bundeslandspezifische Fragen, um regionale Kenntnisse zu berücksichtigen. Die organisatorische Verantwortung liegt bei den jeweiligen Landesregierungen, inhaltliche Grundlage sind die offiziellen Lernunterlagen des Bundesministeriums für Inneres (BMI).
Aufbau & Bewertung
Die Prüfung besteht aus 18 Multiple-Choice-Fragen aus dem offiziellen BMI-Fragenkatalog. Pro Frage stehen drei Antwortmöglichkeiten zur Auswahl, von denen genau eine richtig ist.
Die Bearbeitungszeit ist nicht bundesweit fixiert, liegt in der Praxis jedoch meist bei etwa 30 Minuten. Zum Bestehen müssen mindestens 12 von 18 Fragen korrekt beantwortet werden. Ein positives Ergebnis ist zeitlich unbegrenzt gültig.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Anzahl der Fragen | 18 Multiple-Choice-Fragen |
| Antworten | 3 Antwortmöglichkeiten, 1 richtig |
| Bestehensgrenze | Mindestens 12 richtige Antworten |
| Gültigkeit | Unbefristet bei positivem Ergebnis |
Prüfungsgebiete
Der offizielle Fragenkatalog umfasst drei gleich gewichtete Bereiche, aus denen jeweils sechs Fragen gestellt werden:
- Geschichte Österreichs – historische Entwicklung bis zur Gegenwart.
- Demokratische Grundordnung – Verfassung, Staatsorgane, Grundrechte, EU.
- Geschichte meines Bundeslandes – landesspezifische Inhalte.
Anmeldung & Kosten
Die Anmeldung erfolgt bei der Behörde, die das jeweilige Einbürgerungsverfahren führt (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat oder Landespolizeidirektion). Nach der Anmeldung erhalten Kandidatinnen und Kandidaten eine Einladung mit Termin und Prüfungsort.
Die Prüfungsgebühr beträgt je nach Bundesland in der Regel zwischen € 14 und € 20. Bei einer Wiederholung ist die Gebühr erneut zu entrichten.
Vorbereitung
Grundlage der Vorbereitung sind die offiziellen Lernunterlagen des Bundesministeriums für Inneres, insbesondere die Broschüre „Demokratie, Geschichte und Landeskunde Österreichs“. Ergänzend stellen die Bundesländer eigene Unterlagen zum dritten Prüfungsgebiet bereit.
Wer den offiziellen Fragenkatalog systematisch übt, ist optimal auf die Prüfung vorbereitet. Digitale Trainingsplattformen ermöglichen gezieltes Wiederholen, Simulationen und Fortschrittskontrolle.
FAQ – Häufige Fragen
Wie viele Antworten sind richtig?
Pro Frage ist genau eine Antwort richtig.
Kann der Test wiederholt werden?
Ja, nach erneuter Anmeldung bei der zuständigen Behörde.
Wie lange gilt das Ergebnis?
Ein bestandener Test ist zeitlich unbegrenzt gültig.
Quellen & weiterführende Informationen
- Staatsbürgerschaftsgesetz (StbG) – RIS Österreich
- Staatsbürgerschaftsprüfungs-Verordnung (StbP-V)
- BMI-Broschüre: Demokratie, Geschichte und Landeskunde Österreichs
- Landesspezifische Ergänzungsunterlagen der Bundesländer
Bereit für die Prüfung?
Üben Sie mit realistischen Simulationen und offizieller Struktur.
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